
Charlie Chaplin, Berliner Nachtleben und moderner Tanz – kann das zusammenpassen? Und wie! Bei der „Modern Times“-Edition von Berlin Late Night Show Lobby Loco im nhow Berlin traf Filmgeschichte auf zeitgenössisches Entertainment. Mit Kiera Chaplin als Special Guest und einer energiegeladenen Performance der Flying Steps Academy wurde der Abend zu einer ganz besonderen Hommage an eine der größten Ikonen der Filmgeschichte.
Das Motto diesen Abends war „Charlie Chaplin trifft Berlin Late Night“ – eine Hommage an den legendären Schauspieler und Filmemacher, kombiniert mit Musik, Tanz und moderner Berliner Nightlife-Atmosphäre.
Charlie Chaplin muss man eigentlich kaum vorstellen. Sein schwarzer Bowler, der kleine Schnurrbart, der Spazierstock und sein unverwechselbarer Gang gehören zu den bekanntesten Bildern der Filmgeschichte.
Doch hinter der komischen Figur steckt sehr viel mehr. Chaplin verstand es wie kaum ein anderer, Humor mit gesellschaftlicher Beobachtung zu verbinden. Besonders deutlich wird das in seinem Film „Modern Times“, der dem Abend im nhow Berlin seinen Namen gab. Und genau dieser Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Gegenwart machte die Veranstaltung so spannend. Statt Charlie Chaplin lediglich nostalgisch zu feiern, wurde sein Vermächtnis in einen modernen Kontext gesetzt. Filmgeschichte traf auf Musik, Dance und Berliner Late-Night-Feeling.
Ein Highlight des Abends war für mich natürlich Kiera Chaplin, die Enkelin von Charlie Chaplin.
Es ist schon ein besonderer Moment, wenn jemand auf der Bühne steht, der eine so unmittelbare Verbindung zu einer der größten Persönlichkeiten der Filmgeschichte hat. Kiera Chaplin führte die Gäste durch das Vermächtnis ihres berühmten Großvaters und verlieh dem Abend dadurch eine sehr persönliche Note.
Plötzlich war Charlie Chaplin nicht mehr nur die Filmikone aus einer längst vergangenen Schwarz-Weiß-Ära. Seine Geschichte fühlte sich an diesem Abend erstaunlich nah und lebendig an.
Gerade dieser Kontrast hat mir gefallen: Auf der einen Seite die Erinnerung an die Anfänge des Kinos und auf der anderen Seite das moderne Berlin des Jahres 2026.
Später wurde es dann deutlich energiegeladener. Die Flying Steps Academy hatte eigens für den Abend eine Performance mit Kiera Chaplin inszeniert und bildete damit das große Finale. Und spätestens hier wurde deutlich, warum das Konzept der Veranstaltung so gut funktionierte. Denn auf den ersten Blick liegen Charlie Chaplins Welt und moderner Streetdance ziemlich weit auseinander. Betrachtet man beides etwas genauer, gibt es aber eine wunderbare Gemeinsamkeit: Bewegung erzählt Geschichten. Chaplin brauchte in seinen berühmtesten Filmen kaum Worte, um Emotionen hervorzurufen. Gestik, Mimik, Timing und Bewegung waren seine Sprache. Auch Tanz funktioniert genau über diese unmittelbare Form des Ausdrucks. Die Performance der Flying Steps Academy schlug deshalb für mich eine schöne Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart und sorgte gleichzeitig noch einmal für ordentlich Energie im Raum.

Natürlich spielte auch die Location eine wichtige Rolle. Das nhow Berlin passt mit seinem modernen, musikaffinen Konzept hervorragend zu einem Abend wie diesem. Nach dem eigentlichen Showprogramm war schließlich noch lange nicht Schluss. Musik, Drinks und die Late-Night-Atmosphäre machten aus der Veranstaltung nicht nur einen klassischen Kulturabend, sondern ein richtiges Berliner Event.
Und genau diese Mischung mag ich so sehr: Man schaut sich nicht einfach eine Show an und geht anschließend nach Hause. Stattdessen entsteht ein Abend, an dem man Menschen trifft, Gespräche führt, etwas trinkt und zwischendurch immer wieder neue Eindrücke sammelt.
Was mir von diesem Abend besonders in Erinnerung bleibt, ist der ungewöhnliche Mix.
Charlie Chaplin steht für eine andere Epoche – für Schwarz-Weiß-Filme, Stummfilm und die Anfänge der großen Kinounterhaltung. Berlin Late Night, das nhow Berlin und die Flying Steps stehen dagegen für eine moderne, urbane und sehr gegenwärtige Form des Entertainments.
An diesem Abend existierten beide Welten ganz selbstverständlich nebeneinander. Vielleicht ist das auch der Grund, warum Charlie Chaplin bis heute so faszinierend ist. Gute Unterhaltung altert nicht zwangsläufig. Sie verändert sich, wird neu interpretiert und von einer Generation an die nächste weitergegeben. Besonders schön fand ich, dass Charlie Chaplin nicht einfach nur zitiert wurde. Sein Vermächtnis bildete vielmehr den Ausgangspunkt für einen Abend, der Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbunden hat.
Ein wunderbarer Berliner Abend voller Filmgeschichte, Tanz, und Musik und natürlich in einer tollen Kulisse, in der wir danach auch noch ein paar Bilder gemacht haben. Übrigens: Die Show Lobby Loco findet öfter unter verschiedenen Mottos im nhow Hotel statt. Bis zum nächsten Mal!
















