Island im Winter – Unser Roadtrip durch den Süden & Tipps Teil 1

mit WOW AIR von Berlin nach Reykjavík

Jetzt ist es schon knapp eine Woche her, dass mein Mann und ich auf Island waren. Aber noch immer sind die Eindrücke so besonders, so schön und überwältigend, dass es mir schwer fällt alle Gefühle in Worte zu fassen. Und nachdem ich mich nun durch gefühlte 1.000 Bilder gewühlt habe, möchte ich unseren kleinen Roadtrip durch den Süden mit euch teilen und den einen oder anderen Tipp mitgeben. Denn vielleicht steht ja bei euch auch eine Reise in dieses magische Land bevor – ich jedenfalls kann dieses Abenteuer Jedem nur empfehlen.

Abenteuer – dieses Wort trifft es eigentlich auf den Punkt, wenn man eine Reise nach Island unternimmt. Wir haben in den 7 Tagen so viele Eindrücke gesammelt, die ich immer noch verarbeite. Rauschende Wasserfälle, heiße Quellen, wunderschöne Aussichten, leckeres Essen und endlose Straßen. Ich erlebte berauschende Glücksgefühle, aber auch ein wenig Enttäuschung. Zudem haben wir krasse Wetterverhältnisse und so plötzliche Wetterumschwünge miterlebt, wie wir es nie zuvor erfahren haben.

Island im Winter 2018

Island im Winter

Dass mein Mann und ich nach Island fahren würden, stand erst im Dezember fest, als mein Mann mir zum Geburtstag diese Reise schenkte. Island selber stand eigentlich nie auf meiner Reise-Wunschliste, denn ich hätte eher die Karibik vorgezogen. Da auf meiner Bucket List jedoch steht, dass ich einmal in meinem Leben Nordlichter sehen möchte, buchte mein Liebster kurzerhand und eher spontan diese Reise. Da die Wahrscheinlichkeit in den Wintermonaten höher ist und hier die Nordlichter auch ein wenig heller und intensiver sein sollen, wählte er den Monat Februar aus. Natürlich kann man die Polarlichtaktivität nicht eindeutig vorhersagen, aber um es vorweg zu nehmen, wir hatten großes Glück und haben tatsächlich welche gesehen – dazu aber später mehr.

Kleiner Vogel auf Island

Island im Winter ist jedoch nicht so kalt, wie ich es mir vorgestellt habe. Dank dem warmen Golfstrom wird es im Winter selten kälter als -2 Grad. Einmal hatten wir -4 Grad, aber es war immer noch wärmer als in Berlin (hier war es während unserer Reise einmal -9 Grad). Durch den starken Wind jedoch, der sehr oft wehte, wirkten die -2 Grad wie mind. -12 Grad. Das Wetter war so unbeständig und hat sich am Tag mehrfach geändert. Innerhalb von Minuten wechselte der strahlende Himmel mit dem wunderschönsten Sonnenschein zu einem Regenschauer, wie wir ihn vorher noch nie erlebt haben. Schneeschauer, Hagel und Nebel und gleich danach wieder atemberaubende Sicht und schönes Spaziergehwetter – Ja, das Wetter auf Island ist unberechenbar.

Island im Winter

1. Tag in Island – Ankunft & Thermalbad Blue Lagoon

Natürlich haben wir uns in Vorfeld eine Route zurechtgelegt und viele Aktivitäten schon online von Deutschland aus gebucht. So auch den Eintritt zur Blauen Lagune, die in der Nähe vom Flughafen liegt. Diese Touristenattraktion soll ein Muss für Islandreisende sein und auch wir wollten uns dieses Erlebnis nicht entgehen lassen. Nachdem wir also gelandet waren und unsere Koffer im nahe gelegenen Hotel untergebracht haben, fuhren wir bei klarem Himmel ins Thermalbad. Gegen alle Erwartungen fand ich das Bad nicht zu überlaufen. Nach dem Flug (mit WOW AIR von Berlin nach Reykjavík) war es nachmittags bis in den späten Abend Entspannung und Erholung pur und die gratis Silicea-Schlammmaske für das Gesicht tat einfach nur gut. Ich war von diesem Highlight – und das ist es wirklich – bereits am ersten Tag auf Island schon hin und weg. Mit einem Glas Sekt in der Hand haben wir im badewannenwarmen Wasser auf unsere Reise angestoßen. Ja, dieses Bad zählt für mich zu den besonderen Erlebnissen, die man auf Island tatsächlich einmal gemacht haben sollte.

Am Abend haben wir dann im Restaurant Kaffi Duus Fisch und Hummer gegessen. Dieses Restaurant kann ich euch wirklich sehr empfehlen, denn es hat alles sehr gut geschmeckt. Hier solltet ihr die Snickers-Torte zum Nachtisch probieren.

Thermalbad Blaue Lagune Island

Blue Lagoon Iceland

2. Tag in Island – Golden Circle, Þingvellir Nationalpark, Strokkur, Gullfoss & Kerið

In der Nacht hatte es viel geschneit und wir mussten erst einmal lange das Auto frei kratzen und vom Schnee befreien. Gleich am Morgen wollten wir nämlich nach dem Frühstück Richtung Þingvellir Nationalpark aufbrechen. In der Allmännerschlucht, in der das Auseinanderdriften der Nordamerikanischen und Eurasischen Platten durch Risse und Felsspalten sichtbar ist, genossen wir, trotz eisigen Wind und ein wenig Nieselregen, eine spektakuläre Aussicht. Da es einfach zu eisig und rutschig war, wurde der Wasserfall Öxarárfoss gesperrt. Weiter auf dem Golden Circle haben wir dann zwei der bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Landes besucht: Geysir Strokkur und Wasserfall Gullfoss. Auch beim Kratersee Kerið legten wir einen Stopp ein.

Schlucht Almannagjá Island 2018

Schlucht Almannagjá

Kratersee Kerið Island

Kratersee Kerið

An diesem Tag erlebten wir den heftigsten Regenguss, den ihr euch nur vorstellen könnt. Wir hatten regen- und wetterfeste Kleidung an, doch bei solch starken Regen, der sogar waagerecht auf uns niederging, waren selbst unsere Jacken machtlos. Es schüttete so heftig, dass wir von oben bis unten komplett nass waren. Auf den Toiletten haben die Touristen ihre durchnässten Sachen über dem Waschbecken ausgewrungen und die Schuhe zum Trocknen in den Handtrockner gesteckt. Jeder, der an diesem Tag unterwegs war, wurde innerhalb von ein paar Minuten so nass, als hätte man ihn mit einem Feuerwehrstrahl erfasst. Solch einen heftigen Regenguss haben wir noch nie zuvor erlebt, welcher leider auch den ganzen Tag anhielt. So konnten wir die Aussicht am Gullfoss nicht wirklich genießen, denn das Wasser peitschte nur so ins Gesicht. Zum Glück befand sich unser Hotel jedoch in unmittelbarer Nähe zum Wasserfall und wir konnten unsere nassen Sachen dort ausziehen und wechseln. Wir hatten echt Glück, denn an diesem Tag wurden dann viele der Straßen gesperrt und ein Weiterkommen für Touristen war unmöglich. Zum Glück befanden wir uns aber schon im Hotel und haben auch dort lecker im Hotelrestaurant gegessen.

Geysir Strokkur Iceland 2018

Geysir Strokkur

Wasserfall Gullfoss Island

Wasserfall Gullfoss

3. Tag in Island – Seljalandsfoss & Skógafoss

Auch in dieser Nacht hatte es wieder viel geschneit. Vor uns lag eine lange Autofahrt (reine Fahrzeit laut Google knappe 5 Std.- es wurden aber mit den ganzen Fotostopps knappe 9 Std.) und so machten wir uns wieder früh auf, um auf der Ringstraße weiter Richtung Süden zu fahren. Auf der berühmten Ringstraße kann man mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 90 km/h einmal die gesamte Insel umrunden und so fuhren wir mit unserem Mietwagen durch die verschneite Landschaft, die uns mit wundervollen Panoramaausblicken belohnte. Vorbei an vereisten Seen und Gletschern machten wir viele Fotostopps und kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Da ich bei Starkregen nicht fahren wollte, hatten wir an diesem Tag mit dem Wetter wieder Glück und so konnten wir dieses Mal bei tollem Wetter die Wasserfälle Seljalandsfoss und Skógafoss richtig auf uns wirken lassen und den tollen Anblick genießen.

Wasserfall Seljalandsfoss

Wasserfall Seljalandsfoss

Skógafoss Wasserfall Island

Skógafoss Wasserfall

Skógafoss Wasserfall - Aussicht von oben

Skógafoss Wasserfall – Aussicht von oben

Vier Stunden Autofahrt weiter südlich kamen wir dann im Fosshotel Vatnajokull an. Von hier aus, so hieß es, sollte man die Nordlichter besonders gut sehen können. Das Hotel hat uns nicht nur von der Ausstattung gefallen, auch das Essen im Hotelrestaurant hat uns mega gut geschmeckt. Das Hotel und der Restaurantbesuch ist zwar sehr kostspielig, aber es lohnt sich wirklich. In dieser Nacht hatten wir zum ersten Mal klaren Himmel, aber Nordlichter konnten wir leider noch nicht entdecken.

Hier geht es zum zweiten Teil unserer Reise.

Island im Winter Februar 2018

Island im Winter – Unser Roadtrip durch den Süden & Tipps Teil 1

5 Kommentare

  1. Das war sehr spannend! Ich möchte so gerne mal nach Island reisen. Bei diesen extremen Wetterschwankungen würde ich aber wohl noch etwas warten, bis meine Tochter älter ist. Danke für deinen schönen Einblick :-)

    Liebe Grüße,
    Diana

  2. ich war noch nie in Island, da möchte aber auch mal hin. wobei wenn wir derzeit -11 grad haben bin ich nicht so in the mood in noch kältere länder zu fahren. deine fotos sind echt beeindruckend überhaupt die schneelandschaften und mit den renntieren!Richtig toller Bericht und deine Bilder sind super! Ich war schon mal in Bangkok und öfters in Thailand und bin immer wieder beeindruckt über solche Märkte. Die Auswahl ist der Wahnsinn!
    glg Karolina von https://kardiaserena.at

  3. Wow, das sieht wirklich alles super beeindruckend aus. Ich muss auch sagen, dass Island im Winter nicht unbedingt zu den Reiseorten gehört, auf die ich von alleine gekommen wäre, obwohl die Nordlichter natürlich sehr dafür sprechen.

    Liebe Grüße
    Hanna von Written In Red Letters

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