
Meine 7-tägige Reise in die schottischen Borders Mitte Mai war wirklich richtig schön! Während viele Besucher direkt weiter in die Highlands reisen, habe ich eine Region kennengelernt, die mit ihrer Ruhe, ihren prachtvollen Gärten und ihrer bewegten Geschichte begeistert. Südlich von Edinburgh erwarten Reisende sanfte Hügellandschaften, beeindruckende Abteiruinen und charmante kleine Orte, die noch immer als echter Geheimtipp gelten.
Besonders gefallen hat mir die gelungene Mischung aus Natur und Kultur. Die weitläufigen Gärten standen in voller Pracht und die Geschichten rund um die Grenzregion zwischen Schottland und England machten jeden Ausflug spannend. Gerade die entspannte Atmosphäre abseits der bekannten Touristenpfade hat den besonderen Reiz dieser Reise ausgemacht.
Für mich war die Tour aber noch aus einem anderen Grund etwas Besonderes: Zum ersten Mal war ich mit einer Reisegruppe von Thomson Tours unterwegs. Statt mich selbst um Route, Hotel und Sehenswürdigkeiten zu kümmern, konnte ich mich mit meiner Mama einfach zurücklehnen und die Reise genießen. Das war eine ungewohnte, aber sehr angenehme Erfahrung, die mir viel Zeit für die eigentlichen Highlights der Borders geschenkt hat. Und Reiseleiterin Marlies und Sandy Thomson haben die Reise so toll organisiert und mit viel Herzblut herrschaftliche Anlagen, kleine Privatgärten und einzigartige Sehenswürdigkeiten herausgesucht.
Die Borders haben mich mit ihrer Vielfalt, ihrer Geschichte und ihrer Gelassenheit begeistert und sie haben definitiv einen Platz auf meiner Liste der schönsten Regionen Schottlands verdient.
Hier ein paar Impressionen von meiner Reise:
Die drei Gipfel der Eildon Hills sind das markanteste Wahrzeichen der Scottish Borders. Zu ihren Füßen im Tweed-Tal liegt Melrose. Das Gebiet um Melrose ist seit Tausenden von Jahren bewohnt. Die römische Armee baute in der Nähe um 79 oder 80 n. Chr. eine große Festung namens Trimontium, „Ort der drei Hügel“. Hier ein Bild vom Aussichtspunkt „Scott’s View“ (benannt nach Sir Walter Scott, der hier regelmäßig Rast gemacht und die Aussicht genossen haben soll).



Carolside ist einer der schönsten Privatgärten Schottlands und vielleicht am besten bekannt für seine Sammlung historischer Rosen – er beherbergt die National Collection of Gallica Roses. Es liegt eingebettet in einer Biegung des Flusses Leader in einer wunderschönen Parklandschaft, flankiert von bewaldeten Hügeln.





Mellerstain wurde vom Telegraph als eines der schönsten Herrenhäuser Großbritanniens aufgeführt. Es liegt inmitten von großartiger Parklandschaft und formellen Gärten mit atemberaubender Aussicht über die Rasenflächen und den Ziersee bis hin zu den Cheviot Hills.




Kailzie Gardens liegt im Herzen des Tweed Valley, nur eine Meile östlich von Peebles, in wunderschöner Lage am Fluss Tweed. In seinem Herzen liegt der hübsche ummauerte Garten mit vielen ungewöhnlichen Sträuchern, Goldregenbögen, einem bezaubernden Rosengarten und Stauden.



Der kleine Ort Peebles.



Der Dawyck Botanic Garden beherbergt eine der schönsten Baumsammlungen Schottlands, darunter einige der ältesten und höchsten Bäume Großbritanniens. Der 65 Hektar große Fünf-Sterne-Garten bietet Wander- und Waldspaziergänge und ist bekannt für seine saisonalen Schneeglöckchen, Glockenblumen, Himalaya-Mohnblumen, Rhododendren, Azaleen und Herbstfarben.



Hier ist die Geschichte Schottlands: Schriftsteller und Dichter Sir Walter Scott ließ Abbotsford im 19. Jahrhundert erbauen. Alles in dem Anwesen liegt noch genauso, seitdem er 1832 verstorben war.









Die Melrose Abbey ist eine der faszinierendsten und historisch bedeutendsten Klosterruinen in den Scottish Borders in Schottland. Sie liegt etwa 60 km südöstlich von Edinburgh. Die Anlage aus dem 12. Jahrhundert ist berühmt für ihre kunstvollen gotischen Steinmetzarbeiten und soll das Herz von König Robert the Bruce beherbergen.




Am Leaderfoot Viaduct haben wir die Aussicht genossen und eine Pause mit Fish and Chips eingelegt.



Im Monteviot Garden reihen sich sehr unterschiedliche Gärten aneinander. Wir genossen die tolle Aussicht und die wunderschöne Bepflanzung.







Zwischen alten Mauern, stillen Gärten und jeder Menge Geschichte Dryburgh Abbey hat eine ganz besondere Atmosphäre. Ein Ort voller Ruhe, Geschichte und dieser typisch mystischen Schottland-Stimmung, die man einfach erlebt haben muss.



Hier noch ein paar Bilder:












Dies ist leider nur eine kleine Auswahl an Bildern, die ich während der Reise gemacht habe. Ich habe viele unvergessliche Eindrücke und Erinnerungen mit nach Hause genommen und habe mich auch in der Reisegruppe sehr wohl gefühlt. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja ein Wiedersehen an einen anderen schönen Fleck in Schottland.


