Bin ich ein Mode-Messie? Teil II

Mein prall gefüllter Kleiderschrank 1

So, ich hab’s getan! Ich habe am Wochenende, wie berichtet, meinen Kleiderschrank einmal ausgemistet und ganz ehrlich – es war höchste Zeit. Lange genug hatte ich mich davor gedrückt einigen meiner heißgeliebten Klamotten Lebewohl zu sagen, aber die Zeit war schon lange überfällig.

In meinem Kleiderschrank war wirklich kein Platz mehr für neue Klamotten, die ich mir trotz meiner „Kleidersammlung“ in einigen kurzen Abständen zulege. Also mussten am Wochenende einige Kleidungsstücke weichen und Platz für meine Neuen machen. Aber ich sage euch: es hört sich leichter an, als es war. Denn: Kleidung auszusortieren ist eine sehr emotionale Angelegenheit.

Es gab doch tatsächlich eine Bluse in meinem Schrank, die ich vor zwei Jahren unbedingt haben wollte, sie aber noch nicht einmal getragen habe. Des Weiteren „fand“ ich eine Jeans, die so eng ist, dass ich sie gar nicht mehr über den Po bekomme und ein viel zu kleines Shirt, welches so eng sitz, dass ich darin keinen Bissen essen dürfte.

Alle diese Kleidungsstücke hatte ich aufbewahrt, in der großen Hoffnung, dass ich irgendwann vielleicht doch noch einmal hineinpassen werde. Aber schauen wir der (gemeinen) Wahrheit ins Gesicht – in eine 34 passe ich nun wirklich nicht mehr rein. Vielleicht ist das auch der Grund, warum wir Frauen unsere Kleidung horten?

Ach Männer haben es gut. Sie sind nicht so emotional. Wenn etwas nicht mehr passt, etwas kaputt ist oder aus der Mode kommt, wird es einfach entsorgt. Einfach – ja, eigentlich ganz einfach.

Jedenfalls hatte das Ausmisten auch etwas Gutes: ich habe eine Strickjacke aus der Versenkung geholt, die ganz hinten im Schrank schlummerte. Ich glaube bis zu drei (!) Jahre lag sie dort, ohne angetastet worden zu sein. Sie war einmal meine Lieblingsjacke, geriet aber leider irgendwie in Vergessenheit.

Jedenfalls habe ich meine Sommerklamotten nach hinten sortiert und meine Wintersachen nach vorne (Zeit wurde es). Zudem bin ich ganz stolz auf mich, dass ich mich von einigen Sachen getrennt habe, die ich eigentlich noch tragen wollte (aber tief im inneren weiß ich genau, ich werde es ja doch nicht tun).

Damit ich nicht auf die Idee komme, meine ausrangierten Kleidungsstücke doch wieder Stück für Stück zurück in den Kleiderschrank zu legen, habe ich sie gleich gestern in einem Second Hand Shop in Kommission gegeben. Vielleicht bekomme ich noch ein wenig Geld, welches ich dann wieder in neue Kleidung investieren kann – Platz habe ich ja jetzt genug ;-)

PS: Meine (neu)entdeckte Strickjacke von Roxy – die „Liegefalten“ gehören ab jetzt der Vergangenheit an :-) :

Meine Strickjacke von ROXY 1

Meine Strickjacke von ROXY

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