Berlin Live Escape Game – Sherlocks Falle

Knapp zwei Jahre ist es her, dass ich bei einem Live Escape Game teilgenommen habe. Jetzt stand erneut ein Spiel im Raum und mein Team und ich stellten uns dieser Herausforderung: Escape Berlin hat uns wieder eingeladen, und weil ich beim letzten Besuch bei „Sherlocks Traum“ vor lauter Gruseln kaum in eine Schublade fassen wollte, dachte ich mir, diesmal wird alles ganz entspannt. Ha. Das Spiel hieß „Sherlocks Falle“, und ich sage es gleich vorweg, der Name ist Programm.

Was ein Live Escape Game ist, muss ich euch nach dem letzten Beitrag ja nicht noch einmal erklären. Kleine Gruppe, präparierter Raum, jede Menge Rätsel und die charmante Aussicht, ewig dort eingesperrt zu bleiben, falls man zu blöd ist. Ihr kennt das. Neu war diesmal, dass Sherlock uns nicht um Hilfe bat, sondern uns direkt vor den Bus warf. Die Story ging nämlich so:

„Sherlock Holmes hat keine Zeit, seine Fälle selbst zu lösen. Also schickt er euch in eine altehrwürdige Londoner Villa, um dort ein paar mysteriöse Vorfälle aufzuklären. Kaum seid ihr angekommen, stellt ihr fest, dass Sherlock in eine Falle gelockt wurde, und nun sitzt ihr mittendrin. Es tickt eine Bombe, und ihr habt nicht mehr viel Zeit, sie zu entschärfen und aus der Villa zu entkommen.“

Sherlock hat also keine Zeit, aber wir dürfen die Bombe entschärfen. Vielen Dank auch, Herr Meisterdetektiv. Die Villa ist übrigens dem viktorianischen London nachempfunden und ist deutlich größer, als man am Anfang vermutet. Ständig tut sich hinter einer Wand ein weiterer Geheimgang auf, und irgendwann muss man tatsächlich auch mal krabbeln.

Für die passende Stimmung sorgte ab und zu ein Gewitter, das die ganze Zeit auf das Dach der Villa prasselte. Ab und zu donnerte es, und ab und zu meldete sich eine unheimliche Stimme, die einem entweder einen Hinweis gab oder einfach nur drohte. Beim ersten Mal bin ich fast an die Decke gesprungen. Ihr erinnert euch, ich bin ja bekanntlich ein wahrer Angsthase, und daran hat sich auch in dieser Villa nichts geändert.

Die Rätsel selbst sind wirklich clever gemacht und vor allem auf Teamwork ausgelegt, denn allein löst hier niemand irgendetwas. Genau das war meine Rettung, denn während die anderen ackerten und kombinierten, konnte ich mich wie gewohnt sinnvoll in die Kulisse integrieren. Falls sich jemand fragt, ja, ich hatte auch diesmal das Gefühl, hauptsächlich als Deko im Team gebucht worden zu sein. Aber ich mache das mit Leidenschaft.

Fazit
„Sherlocks Falle“ war ein großartig gestaltetes Escape Room Erlebnis mit liebevoll eingerichteten Räumen, echten Geheimgängen und einem angenehmen Nervenkitzel, ohne dabei so düster zu werden wie „Sherlocks Traum“. Anspruchsvoll ist das Spiel trotzdem, und ohne den einen oder anderen Tipp vom Spielleiter wären wir vermutlich heute noch in der Villa und würden sie von innen bewundern. Am Ende haben wir die Bombe aber tatsächlich entschärft, und zwar in echter Filmmanier mit ein paar Minuten Restzeit, sodass mein Puls seitdem als sportliche Leistung zählt.

Gespielt werden kann das Ganze übrigens auf Deutsch oder Englisch, und dank anpassbarer Schwierigkeitsgrade eignet es sich für Familien ab etwa zehn Jahren genauso wie für ambitionierte Erwachsenen-Teams. Für Fans von Detektivgeschichten, Villen mit Geheimnissen und leicht panischen Countdowns ist dieser Raum eine klare Empfehlung.

Ganz herzlichen Dank an Escape Berlin für die erneute Einladung und das spannende Abenteuer.

Ihr findet Escape Berlin in der Landsberger Allee 117a, 10407 Berlin, direkt an der Ringbahn und mit dem Conti-Parkhaus gleich nebenan.

Und hier gelangt ihr zur Escape-Game-Übersicht.

PS: Keine Sorge, um „Sherlocks Falle“ spielen zu können, müsst ihr vorher nicht „Sherlocks Traum“ gespielt haben. Die beiden Spiele bauen nicht aufeinander auf, sodass ihr jedes Abenteuer unabhängig voneinander genießen könnt.

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