Beeinflussen TV-Serien unser Mode-Konsumentenverhalten?

Unser Konsumentenverhalten wird von vielerlei Faktoren beeinflusst. Im Vordergrund unseres Konsumverhaltens stehen persönliche Vorlieben, Gewohnheiten und andere wichtige individuelle Faktoren. Aber auch Trends und Mode, die weniger individuell und eher gruppen- oder schichtspezifischen Faktoren spielen eine Rolle.

Mode kann gut durch Werbung, Filme oder TV-Serien propagiert werden und somit Trends hervorrufen. Nehmen wir die Serie „Sex and the City“. Was wäre die Sendung ohne die Schuhe von Manolo Blahnik?

Mittlerweile möchte jeder Fan dieser Serie eines dieser Schuhe besitzen. Auch andere Marken der Haute Couture werden hier regelmäßig genannt.

Erfolgreiche TV-Serien setzten schon lange auf „versteckte“ Werbung. Da ist es gewiss kein Zufall, dass in der Serie „Desperates Housewifes“ Eva Longoria alias Gabrielle Solis ihrer Tochter eine Chanel-Tasche kauft.

Kino-Fashionfilme, wie „Der Teufel trägt Prada“, „Shopaholic – Die Schnäppchenjägerin“, „Prêt-à-Porter“ oder „Breakfast at Tiffany’s“ wecken in einigen von uns das Shopping-Bedürfniss – und das wurde bewusst in Szene gesetzt.

Versteckte Werbung finden wir aber in fast jeder TV-Serie. Auch in denen, die eigentlich gar nichts mit Mode zu tun haben. In der Serie „Two and a half Men“ trinkt Charlie Sheen alias Charlie Harper seinen Kaffe ständig aus einer bunt gestreiften Kaffeetasse. Mittlerweile ist diese Tasse ein richtiger Verkaufsschlager. Stolze 36,- Euro für einen kleinen Kaffeebecher!

Aus der TV-Sitcom „How I met your mother“ entstand kürzlich von der Figur Barney Stinson gespielt von Neil Patrick Harris sein erstes Buch „The Bro Code“. Das Buch (auch Bro-Bibel) schaffte es sofort auf die Bestsellerliste der „New York Times“. Hier hat die Serie eine Marktlücke entdeckt und erschaffen. Denn mittlerweile erreichte der „Bro Code“ Kult-Status.

Erfolgreiche Serien produzieren regelrecht Stil-Ikonen. Da ist es auch kein Wunder, dass Konkurrenzkämpfe entstehen. Aktuell ist es bei Sarah Jessica Parker alias Carrie Bradshaw aus „Sex and the city“ und Blake Lively alias Serena van der Woodsen aus “Gossip Girl” der Fall. Es geht um viel, um sehr viel. Denn was die Stil-Ikonen tragen oder wofür sie Werbung machen wird von der Presse verfolgt und lässt die Verkaufszahlen in die Höhe treiben. Denn sie sind schön, erfolgreich und beliebt und der Konsument eifert das nach, genannt Nachahmungstrieb. Der Kampf um das Cover auf der Zeitschrift Vogue ändert vieles, denn jeder möchte sich im Rampenlicht mit Stil-Ikonen zeigen. Den Super-Deal hat Blake Lively mit Chanel gelandet. Sie ist das Gesicht der neuen „Chanel Mademoiselle“-Handtaschenlinie.

Und ja, ich gebe es zu. Ich werde auch vom Fernsehen beeinflusst. Sehe ich in einer Serie einen schönen Mantel oder eine tolle Tasche, dann denke ich, wo bekomme ich auch so eine tolle Tasche her? Das Problem bei der ganzen Sache ist, dass die Klamotten, Schuhe und Accessoires ziemlich teuer sind. Und da bleibt es nur ein Traum die neuesten Manolos zu besitzen. Und träumen ist doch zwischen all den TV-Serien eine schöne Abwechslung.

 

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